Seltene Torschützen schießen den Adler zum ersten Saisonsieg!

Der erste Pflichtspielsieg der Saison 2014/2015 einer Nierster Herrenmannschaft gelang unserer 2. Mannschaft gegen die vom ehemaligen Adler-Trainer Henry Martens trainierte Zweitvertretung des Linner SV. Bei bestem Fussballwetter erkämpfte man sich auf dem roten Rasen in Linn, letztlich nicht unverdient, einen 3:2 Auswärts-Sieg dank einer tollen und geschlossenen Mannschaftsleitung.

 

Noch vor Beginn des Spiels machte man eher eine unglückliche Figur, als man zu wenig Trikots für zu viele Spieler hatte. Außerdem ging man zum Anpfiff auf den Platz, ohne auch erst eine Minute über eine eventuelle Aufstellung gesprochen zu haben.

 

Nicht verwunderlich also, dass man ohne großen Spannung in dieses Spiel ging und schon früh unter Druck stand. Auch aus der nicht erfolgten Aufstellung resultierte dann das 0:1 aus Adler-Sicht, als im linken Mittelfeld 3 Linner frei standen und mit einem schönen Schuss aus rund 22 Meter den Nierster Goalie überwinden konnten. (4. Minute, Andy Braun)

 

Danach waren die Linner bis zur 15. Minute feldüberlegen und stellten die Nierster Abwehr vor einige Probleme. Nach einem der seltenen Konter des Adlers gab es eine Ecke. Der sich durchtankende Benny Pawlak überwand dabei gekonnt mit der Nase den Torwart aus einem Meter, zur Höchststrafe durch die Beine. (23. Minute, Benny Pawlak)

Dies war sein erstes Pflichtspieltor im Adler-Dress.

 

Danach drehte sich das Spiel merklich, die Abwehr hat sich aus Nierster Sicht deutlich stabilisiert und auch das Mittefeld arbeitete gut gegen den Ball. Die fehlende Aufstellung hat man nun durch klare Anweisungen des Capitanos, David Jerome Schmidt, und des Liberos Christian Müller ad acta legen können. Auch der Keeper, Steffen Schalk, machte einen prima Job und hielt die wenigen gefährlichen Schüsse sicher oder spätestens im Nachfassen souverän. Die Offensive, immer wieder angetrieben vom guten David Rust, hätte das Ergebnis auch gerne höher schrauben dürfen. 1 vs. 1 Situation von David Rust gegen den Torwart, der es dann mit einem Heber zu schön machen wollte. Benny Pawlak brachte nach herausragender Vorarbeit durch Fabian Janßen und David Rust es nicht über das Herz aus einem Meter den Ball ins Tor zu schießen. Christian Müller nahm sich ein Herz und tanzte 5 Gegenspieler aus, aber am 16er war dann Schluß als der 6. Gegner getunnelt wurde, der Ball aber ein wenig zu hart ins Toraus rollte.

 

Dann gelang den Krefeldern aus dem Nichts, nach einer Ecke, das 2:1 zum psychologisch ungünstigen Zeitpunkt. (Gibt es einen psychologisch günstigen Zeitpunkt für ein Gegentor?!)  (45. Minute, Vakkas Yildiz)

 

Nach der Pause dann hätte es  11er für den Adler geben müssen, als David Rust einen Meter im 16er klar gefoult wurde. Der ansonsten gute Schiedsrichter verlagerte den Tatort außerhalb des 16ers, was selbst den Täter zu einem Lächeln zwang. Manchmal ist der Fussballgott aber doch ein Nierster, den folgenden Freistoss brachte David Rust flach an den 5er wo der starke Fabian „Mölle“ Janßen gekonnt zu seinem ersten (und vermutlich einzigen) Saisontor einschob.  (47. Minute, Fabian Janßen)

 

Das Spiel plätscherte von da ab vor sich hin, es gab Chancen hüben wie drüben.

 

Rund 10 Minuten vor Schluß wurde im Mittelfeld ein Nierster bei einem Kopfballduell klar gestoßen, was einen Freistoss am Mittelkreis zur Folge hatte. Der Nierster Libero Christian Müller wollte das Spiel schnell machen, als sich ein schon verwarnter Spieler des Linner SV bewusst vor den Ball stellte um die schnelle Ausführung zu verhindern. Schlitzohr Christian Müller nahm das Geschenk dankend an, schoß den Spieler aus einem Meter ab und stellte diesen damit mit gelb-rot vom Platz. Man ging also in Überzahl in die letzten 10 Minuten.

5 Minuten vor Ende wurde abermals David Rust gefoult und im Stile des FC Bayern versammelten sich die etwaigen Freistoßschützen um den Ball und knobelten gerade zu um die Ausführung.

Als sich dann David Rust mit den Worten „Du darfst schießen wenn du versprichst, dass er rein geht“ an Christian Müller wandte, war der Freistoßschütze ausgemacht.

Mit einem Zauberfreistoß in die rechte untere Ecke (vom Schützen aus gesehen) über die Mauer hinweg gelang dem Verteidiger das viel umjubelte 3:2. (85. Minute, Christian Müller)

 

Am Ende warf der Linner SV nochmal alles nach vorne, aber man stand nun äußerst sicher und schlug die Bälle gekonnt hinten raus.

 

Abpfiff nach 4 Minuten Nachspielzeit, der Sieg war perfekt.

 

Nun hat man kommendes Wochenende den neuen Tabellenletzten vom VFR Krefeld II zu Gast, mit einem Sieg könnte man sich für die guten letzten Spiele belohnen und einen großen Schritt Richtung Aufholjagd  in der Tabelle fortsetzen. In der Kabine wurden auch schon Mutmacher wie „Wir steigen auf!“ oder „nur noch 22 Spiele bis zum Aufstieg!“  besungen und bejubelt.

 

Schade, dass mit Dennis Hartung und Sebastian Janßen (Ausfall gewiss, nur Dauer noch nicht) die beiden vermeintlich besten Torjäger längerfristig auszufallen drohen.

 

(CM)

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