1. Herren: Adler - SC Rheindahlen 2

Am Sonntag, 12.07.2015, gab es das erste Testspiel der neu zusammengestellten 1. Adler-Mannschaft exakt 50 Tage nach der Veröffentlichung des Rückzugs aus dem Ligaspielbetrieb 2014/2015.


Aufstellung HZ 1 (von Links nach Rechts):

TW: Daub ; Libero: Müller ; Verteidigung: Neumann, Kasprowicz, Schmidt ; Defensives Mittelfeld: Neuhausen, Reiners ; Offensives Mittelfeld: Günther, Rust, Helesky ; Sturm: Ploch

 

Gegen den Kreisliga-A-Absteiger SC Rheindahlen II präsentierten sich die Nierster anfänglich wacher und in der Abwehr sicher, und das obwohl erst ein Training wenige Tage zuvor stattfand. Im Angriff fehlte noch die Zielstrebigkeit, da das Spiel nach vorne oft mit zu wenig Tempo gespielt oder viel zu eng gemacht wurde. Nach rund 15 Minuten hielt der Adler immer wieder seine Positionen im Sturm und Mittelfeld nicht konsequent genug, weshalb Rheindahlen mehr und mehr ins Spiel kam, vor allem über die rechte Nierster Seite konnte man einige Akzente setzen. In der 30. Minute, nachdem der Adler sich wieder orientiert hatte, nahm der Nierster Libero sich ein Herz und machte seinen einzigen Sprint des Tages. Dieser resultierte in einer Ecke, die er selbst ausführte. Die Ecke, wunderbar getreten, netzte Stefan „Günni“ Günther gefühlvoll mit dem Kopf in die lange Ecke ein. Das 1:0 zu diesem Zeitpunkt hoch verdient, da Rheindahlen bis dahin noch ohne Torabschluss war. Die 40. Minute brachte dann das 2:0. Der Adler erzielte auch jetzt nach einem Standard, erneut durch den Nierster Libero Christian „Muhle“ Müller getreten, per Kopf das Tor. Tim Helesky stand dabei geradezu in der Luft, als der Ball seinen Kopf fand und dann vom Innenpfosten ins Tor sprang. Direkt vor dem Halbzeitpfiff wurde der starke Stefan Günther im 16er klar am Trikot gezogen, was zum ersten Elfmeter der neuen Spielzeit führte. Dieser wurde durch David Rust links oben verwandelt, nachdem Trainer Willi Conrads bei Verschießen mit einem Kasten Hopfenkaltschorle als Strafe gedroht hatte. So ging man mit 3:0 in die Halbzeitpause, die einige zur dringend nötigen Regeneration nutzten. Man merkte: Es wurde lange nichts getan!


Zur Halbzeit kamen die dann üblichen Wechseleien von Testspielen...

Aufstellung HZ 2 (von Links nach Rechts):

Torwart: Daub ; Libero: Müller ; Abwehr: Neumann, Kasprowicz, Janßen; Defensives Mittelfeld: Neuhausen Zimmerling; Offensives Mittelfeld: Richter, Rust, Hofmann; Sturm: Helesky

 

So gut wie man am Ende der ersten Halbzeit stand, so schlecht war der Beginn der 2. Halbzeit. Das defensive Mittelfeld in Teilen zu weit weg und viel zu offensiv, das rechte Mittelfeld überhaupt nicht da und vielen Spielern merkte man die Konditionsdefizite an. Das man das Ergebnis nicht verwalten konnte lag auch daran, dass man zum Teil überheblich agierte. Daraus resultierte auch das 3:1, als der Nierster Rechtsaußen 25 Meter vor dem eigenen Gehäuse einen Ball in der Vorwärtsbewegung mit der Hacke ablegen wollte. Das Geschenk nahm Rheindahlen dankend an, marschierte mit 5 gegen 2 auf die Abwehr zu und spielte diese natürlich leicht aus. Nach einem Ballverlust der SCR-Abwehr konnte Tim Helesky zur Grundlinie gehen, sah in der Mitte den mitgelaufenen David Rust, der sein 2. Tor an diesem Tag markieren konnte. Auffällig: Das erste Tor aus dem Spiel heraus beim Adler, es stand 4:1. Nun hätte man denken könne, man schaukelt das Spiel über die Zeit. Leider aber konnte man aufgrund der mangelnden Entlastung der Offensive und vieler individueller Fehler kein Ruhe ins Spiel bringen. Die beiden Adler-6er konnten im Mittelfeld in Minute 82 den heranstürmenden Gegner nicht halten, dieser spielt den Ball in die Gasse und für den Stürmer war es nun ein leichtes den Ball im Tor unterzubringen, auch wenn dies erst im Nachschuss nach einer tollen Tat des Nierster Goalies gelang. Nur eine Minute später klingelte es wieder im Kasten, nachdem man den Ball verlor. Nun schwamm der Adler (oder rang nach Luft) und konnte seine Konter nie vernünftig ausspielen. (Alleine 3x konnte der Rechtsaußen den Ball nicht am Torwart im 1 gg 1 im Tor unterbringen). Das 4:4 in der 89. Minute von der 16er-Grenze war dann auch das Endergebnis, nachdem der Gegner wieder einmal durch die Mitte marschierte und der Ball unten rechts unhaltbar einschlägt.

 

Fazit:

Würde ein Spiel nur 80 Minuten dauern, wäre man mit 4:1 als Sieger vom Platz gegangen. Die Luft für die letzten 10 Minuten fehlt(e) einfach. Auch die vielen Spielerwechsel brachten viel Unruhe in die Mannschaft, womit vermutlich im Ligabetrieb so häufig nicht zu rechnen ist . Mit dem Saisonstart sollte auch die Ernsthaftigkeit komplett da sein, denn den Eindruck hatte man nicht immer. Wie sagte ein weiser Fussballfachmann nach dem Spiel: „Chancen waren genug da damit das Spiel auch 8:4 ausgeht.“ Dem Adler fehlt im Sturm derzeit auch einfach noch die Cleverness mal einen Ball dreckig zu verwandeln oder auch durch geschickte Laufwege eine Abwehr auszuspielen.


(CM)

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