Auf “Never change a winning Team“ folgt eine Parallele auf die nächste

Unter dem Motto “Never change a winning Team“, was Coach Conrads erstmals überhaupt in dieser Saison möglich war, verteidigte der Adler im selbsternannten Topspiel des Spieltags gegen Victoria Krefeld Tabellenplatz 1 und ist weiterhin als einziges Team der Liga ungeschlagen.

 

Parallele 1: Erstmalig in dieser Saison begann der Adler ohne Umstellung zur Vorwoche ein Spiel. Als weitere Parallele zum Auswärtssieg gegen Fischeln musste man einen Rückstand aufholen. Bereits der 1. Angriff der Victoria aus Krefeld überrumpelte die Hintermannschaft des Adlers zum 0:1 in Minute 3. Im Mittelfeld wurde viel zu viel Raum gelassen, sodass ein toller Pass von halbrechts auf das linke 16er Eck reichte, um den Stürmer frei vor dem Nierster Torhüter auftauchen und unhaltbar in die lange Ecke einschieben zu lassen. Sowohl das Mittelfeld beim Passgeber als auch die Abwehr beim Torschützen hat einfach geschlafen...

Parallele Nummer 3: Das Gegentor diente als Initialzündung und der Adler gleicht kurz darauf aus. Direkt nach dem 0:1 rannte man an und wollte den Ausgleich förmlich erzwingen. Nach einigen geblockten Schussversuchen in der 9. Minute landete der Ball bei Goalgetter Sebastian Janßen, der mit seiner linken Klebe den Ball per Dropkick aus 16 Metern unten rechts ins gegnerischen Tor einschweißte. Den Ausgleich hat man sich verdient und erzwungen, die beiden besten Abwehrreihen der Liga wurden also nach 10 Minuten schon überwunden. In der Folge begann ein Spiel mit Vorteilen für Nierst, allerdings ohne klare Chancen auf beiden Seiten. 


4. Parallele zur Vorwoche: Der Adler dreht ein Spiel noch in Halbzeit 1, wieder nach einem Freistoß in der 29. Minute. Ein Freistoß von der Mittellinie, in den 16er getreten vom Libero Christian Müller, fand den Kopf von Tim Helesky leicht links versetzt am Elfmeterpunkt. Dieser verlängerte den Ball über den Torwart hinweg an die Unterkante der Latte, von wo der Ball deutlich hinter die Linie springt. Da der Ball aber noch nicht das Tornetz berührt hat, setzte Lukas Kasprowicz nach um den Ball noch deutlicher hinter die Linie zu drücken, sodass beide Bälle drin waren. Der gute Schiedsrichter gab schon das erste reguläre Tor und Tim Helesky durfte sich als Torschütze feiern lassen.


In Minute 35 noch ein Schock für die Gastgeber. Nach einer gut getretenen Ecke setzt sich ein Krefelder gegen 3 Adlerverteidiger durch und köpft den Ball an den linken Außenpfosten. So sehr sich der Klang eines Balls an Aluminium spannend anhört, so unspektakulär war diese Chance auch, denn beide Pfosten wurden von den Nierstern bewacht und der Ball wäre daher nie und nimmer ins Gehäuse eingeschlagen. Auch Nierst hat noch eine weitere Großchance, als Tim Helesky im Mittefeld viel Raum hat und den Ball nach vorne treibt. Dann folgt ein toller Pass auf Sebastian Janßen, der frei vor dem Torwart auftaucht, diesen aber nicht im 1-gg-1 überwinden kann. In der Halbzeit gab Trainer Conrads den Adlern nochmal neue Impulse, da man sich zeitwiese doch an der nicht schlechten Abwehr der Victoria die Zähne ausbiss.

 

In Halbzeit 2 zog sich der Adler zunächst zurück und lauerte auf Konter, da die Abwehrreihe aus Krefeld nicht besonders schnell zu sein schien. Klare Chancen konnte man aber lange nicht rausspielen, sodass es ein Spiel zwischen beiden 16ern wurde. Je länger das Spiel dauerte, desto auffallend häufiger lagen die Krefelder Spieler am und vor allem im 16er am Boden. Der Unparteiische am Sonntag ließ sich aber nicht beirren und hatte den kompletten Durchblick.

Parallele Nummer 5: Der Adler gewinnt . Ein katastrophaler Fehlpass des Rechtsverteidigers der Victoria ermöglichte das 3:1 des überfliegenden Adlers. Tim „Schlitzohr“ Helesky sprintet in einen Pass des Rechtsverteidigers zum Libero auf Mittellinienhöhe, nimmt den Ball und ist auf und davon. Normalerweise sagt man, dass ein Stürmer nicht lange Zeit haben sollte zu überlegen, da man sich zu viele Gedanken macht und vergibt. Nicht aber Tim Helesky, der den Ball nach einem 40 Metersprint am Torwart eiskalt vorbeilegt und zur Vorentscheidung in Minute 80 trifft.


Im Nachgang passierte nicht mehr viel bis auf einige Konterchancen des Adlers, die aber nicht konsequent genug ausgespielt wurden. Bis auf ein paar wenige Distanzschüsse, die der Nierster Goalie aber mit der Mütze hätte fangen können, ließ die Abwehr aus Nierst nichts mehr zu. Lediglich 2 echte Torchancen (Tor und Pfostenschuss nach der Ecke) ließ der Adler im gesamten Spiel zu, sodass man von einem hochverdienten Sieg reden konnte. Erwähnenswert ist auch, dass der Adler trotz der ständigen Rufe der Victoriabank und der fallenden Spieler auf dem Platz erstaunlich ruhig blieb und sich untereinander unterstützte. Jeder rannte für den anderen und Gegenspieler konnten in den entscheidenden Situationen oftmals gedoppelt werden. Es war eine tolle Mannschaftsleistung.

 

Fazit: So gewann man äußerst verdient gegen eine Victoria aus Krefeld, die hinten gut stand und vorne nicht durchschlagkräftig genug war um die Nierster Abwehr groß in Verlegenheit zu bringen.


Ausblick: Schon am Dienstag geht es, dank einer englischen Woche, weiter für den Adler gegen Marathon Krefeld, die schon Freitag gespielt haben und damit 2 Tage länger Zeit zur Regeneration hatten.


Tore: S. Janßen, Helesky (2x)

Assist: Müller

Gelbe Karten: Rust

Aufstellung: Daub – Müller – Hofmann, Reiners, Richter - Rust, Hamouchi – Günther, Helesky, Kasprowicz – S.  Janßen


(CM)

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