Ein gutes Pferd springt nur so hoch es muss…

Der Adler gewinnt in einem äußerst fairen Spiel gegen die Reserve des Fussball-Clubs aus Traar ohne Mühe mit 3:0.


Übungsleiter Conrads musste beim Heimspiel am Nierster Kullenberg auf Tim Helesky, Torjäger und Kapitän in Personalunion, verzichten. Auch Henning Neubauer, der zuletzt auf sich aufmerksam machte, gehörte an diesem Spieltag nicht zum Kader. So durfte Rückkehrer Stephan Neuhausen das erste Mal in diesem Jahr die Binde tragen. Er bildete zusammen mit Bernd Zimmerling die neuformierte Doppelsechs mit. Aufgrund der Abstinenz Heleskys wurde der 6er der vergangenen Wochen, David Rust, auf die 10 beordert und machte seine Sache in Halbzeit 1 sehr gut.

Vor Spielbeginn nahm sich der Adler vor, so früh wie möglich ein Tor zu erzielen um nicht in die Bredouille zu geraten, lange auf ein Tor anrennen zu müssen. So durfte David Rust schon in Minute 12 zum 1:0 netzen, nachdem der Ball zunächst auf der rechten Seite verloren ging, jedoch durch starkes Pressing auf die Traarer Verteidung von Marcel Leineweber zurückerobert wurde. Der Ball gelang so in die Gasse zu Rust, der den Ball rechts versetzt aus 10 Metern in die lange Ecke einschob. Danach spielte man lange auf das gegnerische Tor, wobei vorerst keines fallen sollte.


Nach rund 25 Minuten gelangt eine starke Flanke von rechts zu Bernd Zimmerling, der den Ball gefühlvoll über den Torwart ins Tor hebt. Der sonst gute Schiedsrichter aber sah dieses klare Tor nicht, wobei der klärende Spieler der Traarer sich hinten am Tornetz festhalten musste um nicht noch weiter ins Netz zu fallen. So wurde Bernd Zimmerling um sein Prämierentor dieser Saison gebracht...


Der Adler spielte weiter einen Angriff auf den nächsten, geriet dann in einen Konter. Der Traarer Rechtsaußen zwingt den Nierster Goalie zu seiner ersten Parade nach rund 30 Minuten, als dieser den Ball gerade noch so zur Ecke lenkt. Was man bis hierhin nicht wusste: Es sollte sein erster und einzig abgewehrter Ball im Spiel bleiben.


In Minute 41 dann der nächste Angriff über rechts. Der eingewechselte Kasprowicz narrt mit einem Pass auf Sebastian Janßen die komplette Defensive der Traarer. Janßen nagelt den Ball aus 25 Metern unhaltbar in die lange Ecke zum umjubelten 2:0, was aufgrund der kaum stattfindenden Offensive der Traarer und der guten Abwehr der Nierster einer Vorentscheidung gleich kam. Das 3:0 sollte noch vor der Pause fallen, als bei einer Ecke von Janßen, Stefan Günther geradezu in der Luft stand und gekonnt zum 3:0 einnickte.


In der Halbzeitpause bat Willi Conrads noch um weitere Tore und kein Gegentor. Die Geschichte der 2. Halbzeit ist schnell erzählt. Es war ein Spiel „Will-und-kann-nicht“ gegen „Will-nicht-mehr“.  Die Traarer, immer mit mindestens 8 Abwehrspielern in und um den 16er verteilt, verteidigten den 3:0-Rückstand und brachten offensiv nichts mehr zu stande, sodass der letzte Mann der Nierster oftmals nur 40 Meter vom gegnerischen Tor als „Absicherung“ diente. Der Adler biss sich die Zähne aus und wechselte munter durch. Es schien, als sei man nach nun 9 Punkten in 7 Tagen bei 12:1 Toren zufrieden und strengte sich nicht mehr genug an um noch ein Tor zu erzielen.

 

Fazit: Verdienter kann man nicht gewinnen gegen einen Traarer FC, bei dem man das Gefühl nicht loswurde, dass dieser keine Lust hatte sich übermäßig am Spiel zu beteiligen.


Tore: Rust, S. Janßen, Günther

Vorlagen: Leineweber, Kasprowicz, S. Janßen

Karten: -


Ausblick: Am kommenden Wochenende geht es zu einer schweren Aufgabe nach Kempen gegen die dortige 3. Mannschaft, die sich im Mittefeld hält und sehr abwechslungsreiche Ergebnisse zu bieten hatte. Sollte man dort gewinnen kann man sich ein kleines Polster aufbauen zu den Nicht-Aufstiegsplätzen, da zeitgleich der 2. Anrath gegen den 4. aus Bockum spielt.


(CM)

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