Stefan Günther - Diebische Elster beim Adler

Der Adler schoss am vergangenen Wochenende den Tabellenfünften SUS Krefeld mit 7:2 ab und zeigte wie schon in den wichtigen Spielen zuvor, dass man auf den Punkt Höchstleistung bringen kann.

 

Im Vergleich zur Vorwoche, als man mit Viktoria Anrath den bis dato 2. der Liga mit 2:1 besiegte, konnte Übungsleiter Conrads wieder auf Libero Christian Müller nach überstandener Grippe bauen. Vor ihm bildeten die etablierten Leineweber (mit neuen Schuhen in komplett Orange!) und Reiners die Abwehrreihe, die dieses Mal durch Tobias Pühl als Linksverteidiger ergänzt wurde. Davor bildeten die alten Haudegen Hamouchi, Neuhausen und der 48-jährige (!) Zimmerling ein höchsterfahrenes defensives Mittelfeld. In Angriff spielte das Trio Infernale mit Kapitän Helesky, Dauersprinter Günther und Sturmtank Janssen.

Vor dem Anpfiff merkte man dem Team ein Mischung aus Vorfreude und Anspannung an, denn schließlich kam der mit Abstand treffsicherste Sturm der Liga zum Kullenberg. Trainer Conrads in der Kabine mit weiser Voraussicht: "Wenn wir hier kein Tor kriegen, dann verlieren wir auch nicht."

 

Zu Beginn ein Abtasten, ohne großartige Chancen zu kreieren, was auch am schwer zu bespielenden Rasen lag. Nach 12 Minuten dann die erste gute Chance für den Gast aus Krefeld, als der pfeilschnelle Toptorjäger der Liga dem Bewacher Leineweber entkam. Sein Schuss aus spitzem Winkel kam aber zentral auf den sicheren Nierster Rückhalt, Christopher Daub.

 

Nach 15 Minuten wacht Nierst auf und kam immer wieder über das Offensiv-Trio ins Spiel. 2x scheitert Günther frei vor dem Torwart, wobei beim 2. mal eine Ecke rausspringen sollte. Diese landete über Umwege am 11-Meterpunkt, von wo Helesky per Dropkick versuchte das Netz zu durchschießen. Das 1:0 für die Hausherren mittlerweile hochverdient. Nur eine Minute später eine Unachtsamkeit im Mittelfeld, als der Ball zu kurz zum Libero zurückgespielt wurde und dieser überrannt werden konnte. In höchster Not konnte der Ball zur Ecke geklärt werden, die der Nierster Goalie nach starken Kopfball des SUS souverän klären konnte. Es war die einzige Chance in Halbzeit 1.

 

Minute 35: Einen langen Ball unterläuft der Krefelder Verteidiger, womit Schlitzohr Janssen rechnete. Dieser lässt 3 Gegenspieler wie Schuljungen aussehen und verteilt zur Höchststrafe dem letzten Verteidiger einen Beinschuss. So legt er sich den Ball 13 Meter vor dem Tor auf seinen starken Linken. Die diebische Elster in Reihen des Adlers, Stefan Günther, klaut Janssen das sichere Tor und schiebt frech den Ball rechts unten ein. 2 Minuten vor der Halbzeit schon eine kleine Vorentscheidung. Tim Helesky geht über Rechtsaußen an seinem Gegenspieler vorbei, spielt quer vor das Tor wo Janssen knapp verpasst, aber zum 2. Mal kommt Günther, klaut wieder das Tor und schiebt zum 3:0 ein.

 

Kurz nach der Halbzeit durften die Adler das 4:0 bejubeln, als Tim Helesky auf das Unterlaufen eines Verteidigers spekuliert und frei vor dem Torwart auftaucht. Mit Glück, weil nicht so gewollt, schiebt er den Ball zum 4:0 ein.

 

Nach einem Fehler im Mittelfeld, als man in Überzahl die durchbrechenden Krefelder nicht aufhalten konnte, das Tor des Tages. Der Topstürmer der Krefelder wird perfekt im 16er bedient, nimmt den Ball trotz starker Bedrängnis mit der Brust runter und jagt den Ball in einer Bewegung in den langen Winkel.

 

Doch bevor Unruhe aufkommt schlägt der Adler zurück. Tim Helesky bedient gekonnt mit einem perfekten Pass durch die Gasse Stefan Günther, der ausnahmsweise im 1-gg-1 mit dem Torwart cool bleibt und zu seinem 3. Tor des Tages netzt, das erste welches nicht geklaut wurde.

 

3 Minute später konnte Günther zum vierten Mal jubeln, als Janssen den Ball mit dem Rücken zur Abwehr bekommt und sich mit einem unwiderstehlichen Antritt absetzt. Der Beinschuss gegen einen Krefelder sei hier nur beiläufig erwähnt. Nach diesem schlägt Janssen einen tollen Ball auf Günther, der zu seinem 4. Saisontor über den Torwart hinweg einspitzelt.

 

Das 7:1 in der 70. Minute resultiert aus dem besten Spielzug des Tages. Das Spiel wird hintenrum aufgebaut, Libero Müller spielt einen vertikalen Ball auf Hamouchi in den Mittelkreis und macht das Spiel damit schnell. Hamouchi setzt sich gegen 2 Gegenspieler durch, passt toll auf den rechts durchstartenden Günther. Dieser spielt den Ball flach und hart vor die Kiste, wo Tim Helesky eiskalt bleibt und zum 7:1 einschiebt.

 

Das 7:2 sollte reine Ergebniskosmetik bleiben. Ein direkter Freistoß wird vom einzig offensiven der Krefelder derart in den Giebel geschweißt, dass der Nierster Goalie einem richtig Leid tun konnte. 2 Paraden hatte er und 2 Gegentore, die den Begriff Sonntagsschuss zurecht tragen.

 

Danach plätscherte das Spiel vor sich hin ohne Highlights zu bieten.

 

Verdienter kann man nicht gewinnen und der Adler unterstrich abermals, dass man mannschaftlich wohl am geschlossensten ist und die Gegner sich eher auf einzelne Spieler verlassen können. Nun stellt man den zweitbesten Sturm und die beste Abwehr der Liga. Neuer 2. ist Bockum mit 8 Punkten Rückstand zum Adler.

 

Der Adler ruht nun, da man nächste Woche spielfrei hat und darauf die Woche aufgrund von Allerheiligen allgemein keine Spiele stattfinden. So geht es erst am 08.11. zum Tabellenvorletzten VFR Krefeld, die mit 4 Punkten nichts zu verlieren haben.

 

Tore: Günther (4), Helesky (3)

Karten: -


(CM)

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