Adler gewinnt souverän, Kopfschütteln auf beiden Seiten

Bei ungemütlichen Bedingungen auf dem roten Rasen der Lanker Pappelallee setzte sich der Adler an Ostermontag erwartungsgemäß gegen den höchst fairen Tabellenletzten von Marathon Krefeld durch, ohne dabei zu glänzen. Trotz 6 geschossener Tore und einem ungfährdeten 3er sorgte die Schiedsrichterleistung auf beiden Seiten für viel Kopfschütteln und heizte ein äußerst faires Spiel unnötig auf.
 
Coach Conrads setzte in der Verteidigung auf bewährte Kräfte. Die Außenverteidiger als doppelter Tobias, links Neumann und rechts Pühl. Zu Beginn noch Libero, dann im Laufe des Spiels etwas offensiver Christian Müller, Vorstopper Markus Reiners. Im Mittelfeld auf der Doppelsechs der wohl torgefährlichste 6er neben dem  vielleicht ältesten 6er der Liga, namentlich Max Gabernig und Bernd Zimmerling. Im offensiven Mittelfeld zog als 10er David Rust die Fäden, flankiert von Stefan Günther sowie Lukas Kasprowicz, der nach kurzer Zeit für Tim Helesky weichen musste. Im Sturmzentrum durfte Sebastian Janßen ran, obwohl der Scharfschütze zuletzt mit Ladehemmungen zu kämpfen hatte.
 
Marathon hielt zu Beginn gut mit, bis nach einigen vergebenen Torchancen das überfällige 1:0 für den Adler fiel. Ein langer Ball auf Sturmtank Janßen ermöglichte die Chance. Janßen nimmt den Ball mit dem Rücken zum Tor am 11-Meterpunkt an, legt den Ball zurück zu Tim Helesky, welcher überlegt unten links einschob. Bereits 10 Minuten später durfte Max Gabernig sein Tor bejubeln. Nachdem mit dem gegnerischen Stürmer ein kleiner Plausch am Mittelkreis gehalten wurde, konnte Libero Christian Müller den 2 Meter großen Gabernig überreden, sich bei einem Freistoß nahe der Eckfahne in den 16 zu bewegen. Die mustergültige Flanke von Sebastian Janßen konnte er am 2. Pfosten auf Kniehöhe einköpfen.

 

Das 3:0 leitete der diesmal lauffreudige David Rust (DR7) mit einem Traumpass auf den durchstartenden Stefan Günther ein. Der Pass war dermaßen gut getimet, dass Stefan „Günni“ Günther diesen kurz vor dem herausstürmenden Torwart berührt und damit an diesem vorbeilegte. Beim 4:0 geht ein Pass von David Rust in die Annalen ein, den Toni Kroos nicht besser hätte spielen können. Exakt hinter die Abwehr gespielt hebt Stefan Günther mit viiiiiiiel Gefühl den Ball über den entgegenkommenden Torwart, sodass er wieder einen Doppelpaack schnürrt.

 

Das 5:0 erzielte erneut Max Gabernig, der, wie er sagt, mit purer Absicht sein Knie in einen Schuss von David Rust hält und so den Ball über den Torwart hebt. Beim 6:0 durfte sich ein neuer Torschütze der Saison auftun. Libero Christian Müller fängt am eigenen 16-er den Ball ab, Leiter diesen weiter und startet zum einzigen Sprint der Saison durch. Die Abwehr von Marathon spielt komplett auf Abseits, was höchstwahrscheinlich auch gelungen ist. Trotz gefühlten (und realistischen) 3 Metern Abseits durfte Christian Müller im 1 gegen 1 mit dem Torwart seine überragende Höchstgeschwindigkeit ausspielen und zieht in Vollsprint an Torwart vorbei. Anschließend reklamierte Marathon die deutliche Abseitsstellung, wo dann die Worte "Das ist ja ein Witz" zur 2. roten Karte eines hochfairen Spiels führten.

Der Dank geht an Marathon Krefeld, die immer an Fairness dachten und leider zu neunt ein Spiel beenden, an dem nach Abpfiff auch gut und gerne 22 Spieler den Platz verlassen hätten können.

Der Adler bleibt also dran am Aufstiegstraum. Kommenden Spieltag geht es gegen Traar, das Hinspiel endete 3:0 für den Adler.

 

(cm)

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